SFU-Aufnahmetest · Biologie

SFU Aufnahmetest Biologie: der Stoff nach Buselmaier-Seiten, mit Lernplan

Die SFU MED gibt für ihren Biologieteil keine Themenliste vor, sondern Buchseiten: 30 Multiple-Choice-Fragen aus Buselmaier & Haussig, Biologie für Mediziner, 14. Auflage, Seiten 1 bis 67 und 107 bis 142. Diese Seite übersetzt die Seitenangaben in die Abschnitte, die sie tatsächlich umfassen, sagt zu jedem, was du können solltest, und macht daraus einen Lernplan für vier bis sechs Wochen, mit Checkliste und Übungsfragen.

Biologie-Stoff

Was die SFU vorgibt

Fragen
30 Multiple-Choice-Fragen („Überprüfung von Kenntnissen aus dem Fach Biologie“)
Buch
Buselmaier & Haussig, Biologie für Mediziner, Springer, 14. Auflage (2018)
Teil I
Allgemeine Zellbiologie, Kapitel 1 und 2: Seiten 1 bis 67
Teil II
Humangenetik, Kapitel 7.1 bis 7.9: Seiten 107 bis 142
Nicht veröffentlicht
Zahl der Antwortmöglichkeiten, Bearbeitungszeit, Bewertung. Die SFU schreibt nur „Multiple-Choice-Fragen“.
Testtag
Am selben Tag wie der kognitive Fähigkeitstest, an Computern der SFU am Freudplatz 1 oder 3, 1020 Wien
Stand
„Informationen zu Aufnahme und Zulassung“, Stand Oktober 2025, von IvyTest am 17. Oktober 2026 gelesen. Prüfe Auflage und Seiten in jedem Bewerbungsjahr im aktuellen Dokument.

Das Dokument der SFU lesen (PDF)

SFU-Aufnahmetest · Biologie

Die Seiten, Abschnitt für Abschnitt

Abschnittsnummern und Seitenzahlen stammen aus dem Inhaltsverzeichnis der 14. Auflage. Die Seiten 1 bis 67 sind genau die Kapitel 1 und 2; die Seiten 107 bis 142 enden dort, wo Abschnitt 7.10 (Kartierung und Klonierung von Genen) beginnt. Was zu jedem Abschnitt steht, ist IvyTests Zusammenfassung dessen, was du können solltest, nicht der Buchtext.

Zellbegriff, Zelltypen und Endosymbiontentheorie Kapitel 1, S. 3 bis 9 (1.1, 1.2)

Was Leben ausmacht (Stoffwechsel, Vermehrung, Reizbarkeit, Wachstum) und warum die Zelle die kleinste lebensfähige Einheit ist. Kern ist der Vergleich von Prokaryoten und Eukaryoten: Kern oder Nucleoid, Organellen, Größe der Ribosomen (70S und 80S), ringförmige oder lineare DNA, Zellwand.

Zur Endosymbiontentheorie solltest du die Belege nennen können: Mitochondrien (und Plastiden) haben eine Doppelmembran, eigene ringförmige DNA, 70S-Ribosomen und teilen sich selbstständig. Viren sind kein Zelltyp: Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel.

Übungsfragen zur Zellbiologie

Zellmembran und intrazelluläre Membranen Abschnitt 2.1, S. 13 bis 22

Das Flüssig-Mosaik-Modell: Phospholipid-Doppelschicht mit hydrophilen Köpfen und hydrophoben Schwänzen, Cholesterin als Fluiditätspuffer, integrale und periphere Proteine, die Glykokalyx auf der Außenseite. Membranen sind asymmetrisch, und Lipide und Proteine bewegen sich lateral.

Dazu gehören Zellkontakte (Tight Junctions als Abdichtung, Desmosomen als mechanische Verbindung, Gap Junctions als Kanäle zwischen Zellen) und das Prinzip der Kompartimentierung: Membranen trennen Reaktionsräume innerhalb der Zelle.

Übungsfragen zu Membranen

Zellkern Abschnitt 2.2, S. 23 bis 30

Kernhülle als Doppelmembran mit Kernporen, die den Transport zwischen Kern und Zytoplasma steuern; der Nucleolus als Ort der rRNA-Synthese und des Ribosomenaufbaus; Chromatin als DNA mit Histonen, das Nucleosom als Grundeinheit, Euchromatin (locker, aktiv) und Heterochromatin (dicht, weitgehend inaktiv).

Übungsfragen zum Zellkern

Zytosol, Ribosomen, ER, Golgi-Apparat und Lysosomen Abschnitte 2.3 bis 2.7, S. 31 bis 42

Der Weg eines sezernierten Proteins ist der rote Faden: Synthese an Ribosomen des rauen ER (Signalsequenz), Faltung und erste Glykosylierung im ER, Weiterverarbeitung und Sortierung im Golgi-Apparat (cis- und trans-Seite), Transport in Vesikeln zur Membran oder zu den Lysosomen. Freie Ribosomen bilden Proteine für Zytosol, Kern, Mitochondrien und Peroxisomen.

Das glatte ER: Lipidsynthese, Entgiftung, Calciumspeicher. Lysosomen: saure Hydrolasen bei niedrigem pH, Abbau aufgenommenen Materials und eigener Bestandteile (Autophagie); die Markierung lysosomaler Enzyme mit Mannose-6-Phosphat im Golgi-Apparat.

Übungsfragen zu den Organellen

Membranvermittelter Transport Abschnitt 2.8, S. 43 bis 46

Die Transportwege und ihre Kriterien: einfache Diffusion, erleichterte Diffusion über Kanäle und Carrier (sättigbar, spezifisch), primär aktiver Transport mit ATP (Na⁺/K⁺-ATPase: 3 Na⁺ hinaus, 2 K⁺ hinein), sekundär aktiver Transport über Gradienten (Symport, Antiport).

Dazu Endozytose (Phagozytose, Pinozytose, rezeptorvermittelt über Clathrin) und Exozytose (konstitutiv und reguliert). Typische Prüfungsfrage: Welcher Weg braucht Energie, welcher ist sättigbar, welcher läuft gegen das Gefälle?

Übungsfragen zum Transport

Peroxisomen, Mitochondrien und Zytoskelett Abschnitte 2.9 bis 2.11, S. 47 bis 65

Peroxisomen: Abbau von Wasserstoffperoxid durch Katalase, Abbau sehr langkettiger Fettsäuren. Mitochondrien: Aufbau (äußere und innere Membran, Cristae, Matrix), Ort von Citratzyklus und Atmungskette, eigene DNA und mütterliche Vererbung.

Zytoskelett: Mikrotubuli (Tubulin, vom Zentrosom aus, Transportschienen für Kinesin und Dynein, Kinozilien), Aktinfilamente (Zellform, Bewegung, Mikrovilli) und Intermediärfilamente (mechanische Festigkeit, gewebetypisch wie Keratin). Mit 13 Seiten ist das der längste Einzelabschnitt von Teil I.

Übungsfragen zu Mitochondrien und Zytoskelett

Träger der Erbinformation und Aufbau der DNA Abschnitte 7.1 und 7.2, S. 109 bis 111

Wie gezeigt wurde, dass DNA die Erbsubstanz ist (Transformationsversuche an Bakterien, Markierungsversuche an Phagen), und der Unterschied zwischen DNA und RNA (Zucker, Base Thymin oder Uracil, Einzel- oder Doppelstrang).

Der Bau der Doppelhelix: Nucleotide aus Zucker, Phosphat und Base, antiparallele Stränge (5' nach 3'), komplementäre Basenpaarung A mit T (zwei Wasserstoffbrücken) und G mit C (drei). Die Chargaff-Regel solltest du rechnen können: Ist A bekannt, folgen T, G und C.

Übungsfragen zur Humangenetik

Replikation und DNA-Reparatur Abschnitte 7.3 und 7.4, S. 112 bis 120

Semikonservative Replikation: Helikase, Primase (RNA-Primer), DNA-Polymerase nur in 5'-3'-Richtung und nur an ein vorhandenes 3'-OH, Leitstrang und Folgestrang mit Okazaki-Fragmenten, Ligase. Telomere und Telomerase als Lösung des Endproblems linearer Chromosomen.

Reparatur: Korrekturlesen der Polymerase, Mismatch-Reparatur, Basen- und Nukleotid-Exzisionsreparatur (zum Beispiel bei Thymin-Dimeren durch UV-Licht) und was passiert, wenn sie ausfällt.

Übungsfragen zu Replikation und Reparatur

Genetischer Code und Aufbau von Genen Abschnitte 7.5 und 7.6, S. 121 bis 125

Eigenschaften des Codes: Triplett, degeneriert (mehrere Codons pro Aminosäure), eindeutig, kommafrei, nahezu universell; Startcodon AUG, drei Stoppcodons. Aus einer mRNA-Sequenz die Aminosäurezahl ablesen und das Leseraster halten können.

Was ein Gen ist: Promotor, Exons und Introns, untranslatierte Bereiche; warum ein eukaryotisches Gen viel länger ist als seine reife mRNA.

Übungsfragen zum genetischen Code

Transkription und Genregulation Abschnitte 7.7 und 7.8, S. 126 bis 136

Transkription durch RNA-Polymerase II mit Transkriptionsfaktoren am Promotor (TATA-Box), Matrizenstrang und codogener Strang, dann die Prozessierung der prä-mRNA: 5'-Cap, Poly-A-Schwanz, Spleißen am Spleißosom, alternatives Spleißen.

Genregulation bei Eukaryoten: Transkriptionsfaktoren, Enhancer und Silencer, Chromatinzustand (Histonacetylierung, DNA-Methylierung) und differenzielle Genaktivität: Alle Körperzellen haben dieselben Gene, aber nicht dieselben aktiven.

Übungsfragen zu Transkription und Regulation

Translation Abschnitt 7.9, S. 137 bis 141

tRNA mit Anticodon und Aminoacyl-tRNA-Synthetasen, das Ribosom mit A-, P- und E-Stelle, Initiation am Startcodon, Elongation mit Peptidbindung, Termination an einem Stoppcodon durch Freisetzungsfaktoren. Wo die Translation stattfindet (freie Ribosomen oder raues ER) verbindet Teil II mit Teil I.

Übungsfragen zur Translation

SFU-Aufnahmetest · Biologie

Lernplan: sechs Wochen (oder vier)

Für etwa fünf bis sieben Stunden pro Woche neben der Schule. Wer weniger Zeit hat, legt die Wochen 1 und 2 sowie 4 und 5 zusammen und kommt so mit vier Wochen aus. Plane den kognitiven Test parallel ein: Er entscheidet über die Einladung zum Interview.

  1. Woche 1: Zelle, Membran, Kern

    • Kapitel 1 und Abschnitte 2.1 bis 2.2 lesen (S. 1 bis 30)
    • Tabelle Prokaryot und Eukaryot selbst zeichnen
    • Membranaufbau und Zellkontakte aus dem Gedächtnis skizzieren
  2. Woche 2: Organellen und Transport

    • Abschnitte 2.3 bis 2.8 (S. 31 bis 46)
    • Den Weg eines sezernierten Proteins in Stichworten aufschreiben
    • Transportwege nach Energie, Sättigung und Richtung sortieren
  3. Woche 3: Mitochondrien, Zytoskelett, Wiederholung Teil I

    • Abschnitte 2.9 bis 2.11 (S. 47 bis 65)
    • Die 15 Übungsfragen zur Zellbiologie ohne Hilfe lösen
    • Fehler nach Abschnitt zuordnen und nachlesen
  4. Woche 4: DNA, Replikation, Reparatur

    • Abschnitte 7.1 bis 7.4 (S. 107 bis 120)
    • Replikationsgabel mit allen Enzymen zeichnen
    • Chargaff-Aufgaben rechnen
  5. Woche 5: Code, Gene, Transkription, Translation

    • Abschnitte 7.5 bis 7.9 (S. 121 bis 142)
    • Eine kurze mRNA übersetzen und die Aminosäuren zählen
    • Die 15 Übungsfragen zur Humangenetik lösen
  6. Woche 6: Gesamtwiederholung unter Zeit

    • Alle 30 Biologiefragen am Stück lösen, mit Uhr
    • Die zehn Fragen auf dieser Seite als Abschlusstest
    • Die Checkliste unten abhaken; was offen ist, gezielt nachlesen

SFU Medizin-Aufnahmetest

Was der Test daraus fragen kann

Die SFU nennt nur Buch, Kapitel und Seiten und dass es 30 Multiple-Choice-Fragen sind. Sie veröffentlicht weder Beispielfragen noch alte Prüfungen, weder die Zahl der Antwortmöglichkeiten noch die Bearbeitungszeit. Rechne deshalb mit Wissensfragen über den ganzen Seitenumfang, nicht nur über die bekanntesten Themen.

Der Biologieteil ist nicht alles: Am selben Testtag läuft der kognitive Fähigkeitstest, und nur wer ihn positiv absolviert, wird zum Bewerbungsinterview über Zoom eingeladen. Die SFU gibt keine Einzelergebnisse bekannt.

  • Begriffe und Zuordnungen: Welches Organell, welches Enzym, welcher Transportweg.
  • Abläufe in der richtigen Reihenfolge: Proteinsortierung, Replikation, Prozessierung der mRNA, Translation.
  • Kleine Rechnungen: Basenanteile nach Chargaff, Codons und Aminosäuren zählen.
  • Vergleiche: Prokaryot und Eukaryot, DNA und RNA, Leit- und Folgestrang, Eu- und Heterochromatin.

SFU-Aufnahmetest · Biologie

Checkliste: Kannst du das?

Zum Ausdrucken (Als PDF speichern) und Abhaken. Alles hier liegt innerhalb der Seiten, die die SFU vorgibt.

  • Prokaryoten und Eukaryoten in fünf Merkmalen unterscheiden
  • Vier Belege der Endosymbiontentheorie nennen
  • Das Flüssig-Mosaik-Modell zeichnen und erklären, wie Cholesterin wirkt
  • Tight Junction, Desmosom und Gap Junction nach Funktion zuordnen
  • Aufgaben von Kernporen und Nucleolus nennen
  • Den Weg eines sezernierten Proteins vom Ribosom bis zur Exozytose beschreiben
  • Erleichterte Diffusion, primär und sekundär aktiven Transport unterscheiden
  • Peroxisomen und Mitochondrien nach Aufbau und Aufgaben vergleichen
  • Die drei Filamenttypen des Zytoskeletts mit je einer Aufgabe nennen
  • Aus einem Basenanteil die übrigen drei berechnen
  • Die Replikationsgabel mit Helikase, Primase, Polymerase und Ligase erklären
  • Drei Reparaturwege und ihre Auslöser nennen
  • Die Eigenschaften des genetischen Codes aufzählen und eine mRNA übersetzen
  • Cap, Poly-A-Schwanz und Spleißen in die richtige Reihenfolge bringen
  • Erklären, wie Transkriptionsfaktoren, Enhancer und Methylierung Gene regulieren
  • Die Schritte der Translation mit A-, P- und E-Stelle beschreiben

Biologie

Zehn Übungsfragen zum Stoff

Von IvyTest geschrieben, nicht von der SFU. Fünf Antwortmöglichkeiten sind eine Annahme: Die SFU nennt die Zahl nicht. Jede Erklärung sagt, in welchem Abschnitt der Stoff steht. Die 30 Biologiefragen der Übungen sind andere Fragen.

Question 1

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Mittel

In einer menschlichen Zelle finden Sie ein Organell mit zwei Membranen, einem eigenen ringförmigen DNA-Molekül und Ribosomen, die eher bakteriellen als zytoplasmatischen Ribosomen gleichen. Es vermehrt sich durch Teilung. Welche Schlussfolgerung stützen diese Befunde am besten?

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Answer: C

Doppelmembran, eigenes ringförmiges Genom, prokaryotenähnliche Ribosomen und Vermehrung durch Teilung sind genau die Merkmale, die die Endosymbiontentheorie für Mitochondrien (und Chloroplasten) anführt. Golgi-Apparat und ER haben weder eigene DNA noch eigene Ribosomen dieser Art, und Organellen werden nicht aus dem Zellkern neu gebildet. Ein Peroxisom ist nur von einer einfachen Membran umgeben und besitzt keine DNA. (Buselmaier, Abschnitt 1.2 Endosymbiontentheorie)

Question 2

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Mittel

Welche der folgenden Strukturen besitzt sowohl ein Darmbakterium als auch eine menschliche Leberzelle?

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Answer: A

Jede Zelle, ob Prokaryot oder Eukaryot, braucht Ribosomen für die Translation; die bakteriellen (70S) sind lediglich kleiner als die zytoplasmatischen der Eukaryoten (80S). Eine Kernhülle, Mitochondrien, Golgi-Apparat und ER sind membranumschlossene Kompartimente, die nur Eukaryoten besitzen. Ein Bakterium hat sein Erbmaterial frei im Zytoplasma (Nukleoid). (Buselmaier, Abschnitt 1.1 Die Zelle)

Question 3

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Mittel

Eine Drüsenzelle bildet ein Verdauungsenzym, das sie nach außen abgibt. In welcher Reihenfolge durchläuft das Protein die Stationen der Zelle?

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Answer: E

Ein Signalpeptid lenkt das wachsende Protein an Ribosomen des rauen ER, die es ins ER-Lumen hinein synthetisieren. Transportvesikel bringen es zur cis-Seite des Golgi-Apparats, es wird dort weiter modifiziert und verlässt ihn an der trans-Seite in sekretorischen Vesikeln, die mit der Zellmembran verschmelzen (Exozytose). Proteine von freien Ribosomen bleiben im Zytosol oder gehen in Organellen wie Peroxisomen; Lysosomen sind Endstation für Abbau, nicht Durchgangsstation für Sekrete. (Buselmaier, Abschnitt 2.5 Endoplasmatisches Retikulum und 2.6 Golgi-Apparat)

Question 4

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Mittel

Sie vergleichen Mitochondrien und Peroxisomen derselben Leberzelle. Welche Aussage trifft zu?

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Answer: B

Peroxisomen bauen vor allem sehr langkettige Fettsäuren durch Beta-Oxidation ab, wobei Wasserstoffperoxid entsteht, das ihre Katalase spaltet; ATP über eine Atmungskette bilden nur die Mitochondrien. Peroxisomen haben eine einfache Membran und keine eigene DNA, ihre Proteine werden im Zytosol synthetisiert und importiert. Katalase ist das Leitenzym der Peroxisomen, nicht der Mitochondrien, und Peroxisomen gehen nicht aus Mitochondrien hervor. (Buselmaier, Abschnitt 2.9 Peroxisomen und 2.10 Mitochondrien)

Question 5

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Mittel

Eine Plasmazelle gibt große Mengen an Antikörpern (Glykoproteinen) ins Blut ab. Welche Struktur erwarten Sie im Elektronenmikroskop in dieser Zelle besonders ausgedehnt?

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Answer: D

Sekretierte Proteine werden an Ribosomen des rauen ER synthetisiert und dort auch zuerst glykosyliert, deshalb ist eine Zelle, die fast nur Antikörper herstellt, von rauem ER geradezu ausgefüllt. Ausgedehntes glattes ER kennzeichnet dagegen Zellen, die Steroide bilden oder entgiften. Peroxisomen und Lysosomen dienen Abbauvorgängen und Fetttröpfchen der Speicherung, keines davon ist für die Proteinsekretion zuständig. (Buselmaier, Abschnitt 2.5 Endoplasmatisches Retikulum)

Question 6

Biologie · Membranen und Transport · Mittel

LDL-Partikel werden über rezeptorvermittelte Endozytose aufgenommen. Was geschieht typischerweise mit den LDL-Rezeptoren, nachdem das Vesikel in die Zelle gelangt ist?

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Answer: A

Nach der Aufnahme in clathrinbeschichteten Vesikeln gelangt die Fracht in Endosomen, deren saurer pH-Wert LDL vom Rezeptor löst; die Rezeptoren werden zur Zellmembran zurückgeführt und mehrfach verwendet. Nur das LDL wird zum Lysosom weitergeleitet und abgebaut, das Cholesterin wird frei. Ein Membranprotein liegt nie frei im Zytosol, gelangt nicht in den Zellkern, und das aufgenommene LDL wird nicht unverändert wieder ausgeschleust. (Buselmaier, Abschnitt 2.8 Stoffabgabe und Stoffaufnahme über membranvermittelte Transportvorgänge)

Question 7

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Mittel

Ein menschliches Gen ist vom Transkriptionsstart bis zum Transkriptionsende 9.000 Basenpaare lang. Die reife mRNA im Zytoplasma umfasst dagegen nur etwa 1.500 Nukleotide (ohne Poly-A-Schwanz). Was erklärt diesen Unterschied am besten?

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Answer: C

Eukaryotische Gene bestehen aus Exons und oft viel längeren Introns; das Primärtranskript enthält beide, und beim Spleißen im Zellkern werden die Introns entfernt, sodass die reife mRNA deutlich kürzer ist als das Gen. Einzelsträngigkeit halbiert keine Länge: ein Basenpaar entspricht einem Nukleotid der mRNA. Der Poly-A-Schwanz wird angehängt, ohne Sequenz zu ersetzen, die Polymerase liest jedes Nukleotid ab, und der Promotor liegt vor dem Transkriptionsstart, wird also gar nicht transkribiert. (Buselmaier, Abschnitt 7.6 Aufbau und Definition von Genen und 7.7 Transkription der DNA)

Question 8

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Mittel

Bakterien werden lange in einem Medium mit schwerem Stickstoff (15N) gezüchtet, sodass beide Stränge ihrer DNA schwer sind. Dann überführen Sie sie in ein Medium mit nur leichtem Stickstoff (14N). Welcher Anteil aller DNA-Doppelstränge ist nach genau drei Replikationsrunden ein Hybrid aus einem schweren und einem leichten Strang?

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Answer: E

Bei semikonservativer Replikation bleiben die zwei schweren Ursprungsstränge erhalten und liegen in jeder Runde in je einem Doppelstrang mit einem neuen leichten Strang vor. Aus einem Doppelstrang werden nach drei Runden 2 x 2 x 2 = 8 Doppelstränge, davon 2 Hybride (2/8 = 25 %) und 6 rein leichte (75 %, die verlockende Falle). 50 % Hybride gäbe es erst nach zwei Runden, 0 % Hybride ergäbe nur eine konservative Replikation, bei der der schwere Doppelstrang als Ganzes erhalten bliebe, und 12,5 % entspräche einer Rechnung mit nur einem Ursprungsstrang. (Buselmaier, Abschnitt 7.3 Replikation der DNA)

Question 9

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Mittel

Ein Abschnitt des codogenen (Matrizen-)Strangs der DNA lautet 3'-TAC-5'. Welches Anticodon trägt die tRNA, die an das daraus transkribierte mRNA-Codon bindet?

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Answer: B

Die mRNA ist komplementär und antiparallel zum codogenen Strang: aus 3'-TAC-5' wird das Codon 5'-AUG-3' (Start, Methionin). Das Anticodon paart wiederum antiparallel mit dem Codon, lautet also 3'-UAC-5', in der üblichen Schreibweise von 5' nach 3' somit 5'-CAU-3'. 5'-UAC-3' übersieht die Umkehr der Leserichtung, 5'-AUG-3' ist das Codon selbst, 5'-GUA-3' paart nicht mit AUG, und Thymin (T) kommt in tRNA-Anticodons nicht vor. (Buselmaier, Abschnitt 7.9 Translation)

Question 10

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Mittel

Leberzellen und Nervenzellen desselben Menschen stellen sehr unterschiedliche Sätze von Proteinen her. Was ist die wichtigste Ursache dafür?

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Answer: D

Fast alle Körperzellen eines Menschen tragen dasselbe Genom; ob ein Gen abgelesen wird, regeln zelltypspezifische Transkriptionsfaktoren und der Zustand des Chromatins. Gene gehen bei der Differenzierung in der Regel nicht verloren, und Mutationen erklären keine geordneten Unterschiede zwischen Geweben. Der genetische Code ist in allen Zellen derselbe, und die Mitochondrien-DNA enthält keine Kerngene. (Buselmaier, Abschnitt 7.8 Genregulation, differenzielle Genaktivität)

SFU-Aufnahmetest · Biologie

Weiter üben

Der Biologieteil ist einer von zwei Teilen des Testtags. Hier geht es zum Rest.