SFU-Aufnahmetest · Übungen

SFU Medizin Aufnahmetest Übungen 2027: kostenlose Aufgaben mit Lösungen

Die SFU veröffentlicht weder alte Prüfungen noch einen Beispieltest. Diese Übungen folgen dem, was sie veröffentlicht: 30 Biologiefragen zu genau den Buchseiten, die die SFU vorgibt, und Aufgaben zu jedem der fünf Bereiche ihres kognitiven Fähigkeitstests, mit Lösung und Erklärung zu jeder Aufgabe. Von IvyTest geschrieben; keine offiziellen Unterlagen der SFU.

Die Aufgaben sind auf Deutsch wie der Test.

Der ganze Leitfaden zum SFU Medizin-Aufnahmetest

Übungen

So nutzt du die Übungen

Die Biologieteile decken die Seitenbereiche der SFU Abschnitt für Abschnitt ab. Die kognitiven Teile sind IvyTests Auslegung der Bereiche, die die SFU nennt, denn sie gibt „keine Detailinformationen zu den einzelnen Aufgaben“ bekannt und empfiehlt keine Literatur. Auch Zahl der Antwortmöglichkeiten und Zeit nennt sie nicht: Fünf Optionen und etwa eine Minute pro Aufgabe sind Annahmen.

Antworte auf Papier oder per Klick, bevor du eine Erklärung öffnest. Gib dir für die Merkliste genau drei Minuten. Die Seite zum Biologie-Stoff macht aus den Seitenangaben einen Lernplan für sechs Wochen.

Grundlage: „Informationen zu Aufnahme und Zulassung“ der SFU (Stand Oktober 2025) und ihre Seite zum Bachelor Humanmedizin, gelesen am 17. Oktober 2026.

Teil 1 von 7 · 15 Aufgaben

Biologie, Teil I: Zellbiologie (Buselmaier Kap. 1 und 2, S. 1-67)

Die SFU stellt ihre 30 Biologiefragen aus zwei Seitenbereichen von Buselmaier & Haussig, Biologie für Mediziner, 14. Auflage. Diese 15 decken den ersten ab: Zelle und Endosymbiontentheorie (Kapitel 1), dann Membranen, Zellkern, Ribosomen, ER, Golgi-Apparat, Lysosomen, Membrantransport, Peroxisomen, Mitochondrien und Zytoskelett (Abschnitte 2.1 bis 2.11), mindestens eine Frage pro Abschnitt. Die Seite zum Biologie-Stoff erklärt jeden Abschnitt.

Aufgabe 1

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Leicht

Welche der folgenden Strukturen besitzen sowohl prokaryotische als auch eukaryotische Zellen?

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Lösung: C

Ribosomen kommen in allen Zellen vor, bei Prokaryoten als 70S-, im Zytosol von Eukaryoten als 80S-Ribosomen. Ein von einer Kernhülle umgebener Zellkern fehlt Prokaryoten dagegen gerade (ihre DNA liegt als Nukleoid im Zytoplasma). Auch membranumschlossene Organellen wie Mitochondrien, ER und Lysosomen sind auf Eukaryoten beschränkt.

Aufgabe 2

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Mittel

Welche der folgenden Beobachtungen stützt die Endosymbiontentheorie zur Entstehung der Mitochondrien?

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Lösung: A

Nach der Endosymbiontentheorie stammen Mitochondrien von aufgenommenen Bakterien ab; dafür sprechen ihre eigene ringförmige DNA und ihre bakterienähnlichen 70S-Ribosomen. Die übrigen Aussagen sind falsch: Mitochondrien entstehen nur durch Teilung bestehender Mitochondrien, nicht neu aus ER-Membranen, ihre Ribosomen ähneln gerade nicht den zytosolischen 80S-Ribosomen, und sie sind von zwei Membranen umgeben. Die meisten mitochondrialen Proteine sind zudem im Zellkern codiert und werden im Zytosol synthetisiert und importiert.

Aufgabe 3

Biologie · Membranen und Transport · Mittel

Welche Aussage über die Plasmamembran einer tierischen Zelle trifft zu?

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Lösung: E

Die Plasmamembran ist asymmetrisch gebaut: Die Zuckerreste der Glykolipide und Glykoproteine liegen auf der Außenseite und bilden dort die Glykokalyx. Ein spontaner Flip-Flop von Phospholipiden ist selten, dafür braucht es Enzyme (Flippasen). Leicht durch Salzlösungen ablösbar sind nur periphere, nicht integrale Proteine. Die Fettsäureketten sind hydrophob und zeigen ins Innere der Doppelschicht, und Cholesterin ist ein regulärer Bestandteil tierischer Membranen.

Aufgabe 4

Biologie · Membranen und Transport · Schwer

Welche der folgenden Veränderungen erhöht bei gleichbleibender Körpertemperatur die Fluidität einer Lipiddoppelschicht?

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Lösung: B

Eine cis-Doppelbindung erzeugt einen Knick in der Fettsäurekette; die Lipide lagern sich weniger dicht aneinander, die Membran wird flüssiger. Längere und gesättigte Ketten wirken umgekehrt, weil sie sich eng zusammenlagern und mehr Van-der-Waals-Kräfte ausbilden. trans-Doppelbindungen halten die Kette fast gerade und erhöhen die Fluidität daher nicht. Cholesterin versteift die Membran bei Körpertemperatur (nur bei tiefen Temperaturen verhindert es umgekehrt ein Erstarren).

Aufgabe 5

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Leicht

In welcher Struktur des Zellkerns wird der Großteil der ribosomalen RNA transkribiert und mit Proteinen zu ribosomalen Untereinheiten zusammengesetzt?

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Lösung: D

Der Nukleolus ist der Ort der rRNA-Synthese und des Zusammenbaus der ribosomalen Untereinheiten, die dann durch die Kernporen ins Zytoplasma gelangen. Die Kernporen dienen also dem Transport, nicht der Synthese. Die Kernlamina ist ein stützendes Netz aus Intermediärfilamenten an der Innenseite der Kernhülle, der perinukleäre Raum steht mit dem ER-Lumen in Verbindung, und Heterochromatin ist gerade wenig transkriptionsaktiv.

Aufgabe 6

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Mittel

Welcher der folgenden Vorgänge läuft im Zytosol ab?

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Lösung: A

Die Enzyme der Glykolyse liegen gelöst im Zytosol. Der Citratzyklus findet dagegen in der Mitochondrienmatrix statt, die Atmungskette in der inneren Mitochondrienmembran. Saure Hydrolasen arbeiten im Inneren der Lysosomen, und die N-Glykosylierung beginnt im Lumen des rauen ER.

Aufgabe 7

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Leicht

Aus welchen beiden Untereinheiten besteht ein zytosolisches 80S-Ribosom einer eukaryotischen Zelle?

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Lösung: C

Das eukaryotische 80S-Ribosom setzt sich aus einer großen 60S- und einer kleinen 40S-Untereinheit zusammen. Svedberg-Einheiten geben das Sedimentationsverhalten an und addieren sich nicht einfach, deshalb ergeben 60S und 40S zusammen 80S und nicht 100S. 50S und 30S sind die Untereinheiten des prokaryotischen 70S-Ribosoms; die übrigen Kombinationen kommen nicht vor.

Aufgabe 8

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Mittel

Welche Aufgabe ist typisch für das glatte endoplasmatische Retikulum einer Leberzelle?

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Lösung: E

Das glatte ER trägt keine Ribosomen; es synthetisiert Lipide und macht in Leberzellen mit Cytochrom-P450-Enzymen lipophile Stoffe wasserlöslicher und damit ausscheidbar. Die Proteinsynthese an gebundenen Ribosomen ist die Aufgabe des rauen ER. Katalase arbeitet in Peroxisomen, die Mannose-6-phosphat-Markierung erfolgt im Golgi-Apparat, und die oxidative Phosphorylierung in den Mitochondrien.

Aufgabe 9

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Mittel

Welche Aussage über den Golgi-Apparat trifft zu?

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Lösung: B

Proteine durchlaufen den Golgi-Apparat von der cis-Seite (vom ER kommend) zur trans-Seite; am trans-Golgi-Netzwerk werden sie sortiert und in Vesikel für Lysosomen, Plasmamembran oder Sekretgranula verpackt. Die cis-Seite ist dem ER zugewandt, nicht der Plasmamembran. Translation findet an Ribosomen im Zytosol oder am rauen ER statt, und die N-Glykosylierung beginnt bereits im ER; im Golgi-Apparat werden die Zuckerketten nur weiter verändert. Eine direkte Verbindung zum Kern über Kernporen besteht nicht.

Aufgabe 10

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Leicht

Welcher pH-Wert herrscht ungefähr im Inneren eines Lysosoms, und wie wird er aufrechterhalten?

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Lösung: D

Lysosomen sind sauer (etwa pH 4,5 bis 5), das Optimum ihrer sauren Hydrolasen. Den Protonengradienten gegenüber dem neutralen Zytosol (etwa pH 7,2) baut eine ATP-verbrauchende Protonenpumpe vom V-Typ auf; passiv würde er sich nicht halten. Die Na⁺/K⁺-ATPase sitzt in der Plasmamembran und säuert nichts an, und pH 1 bis 2 durch Salzsäure gibt es im Magen, nicht im Lysosom.

Aufgabe 11

Biologie · Membranen und Transport · Schwer

Ein Transportprotein in der Membran von Dünndarmzellen nimmt Glukose gegen ihr Konzentrationsgefälle in die Zelle auf und transportiert dabei gleichzeitig Na⁺-Ionen entlang ihres Gradienten in dieselbe Richtung. Selbst spaltet es kein ATP. Welche Aussage trifft zu?

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Lösung: A

Beide Stoffe werden in dieselbe Richtung transportiert (Symport); die Energie stammt aus dem Na⁺-Gradienten, den die Na⁺/K⁺-ATPase unter ATP-Verbrauch aufbaut. Fällt die Pumpe aus, baut sich der Gradient ab und der Glukosetransport erlahmt. Erleichterte Diffusion kann nur mit dem Gefälle transportieren. Ein Antiport bewegt Stoffe in entgegengesetzte Richtungen, und primär aktiv wäre der Transport nur, wenn das Protein selbst ATP spaltete. Glukose ist polar und passiert die Lipiddoppelschicht praktisch nicht durch einfache Diffusion.

Aufgabe 12

Biologie · Membranen und Transport · Schwer

Welche Aussage über die rezeptorvermittelte Endozytose von LDL-Partikeln trifft zu?

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Lösung: E

Bei der rezeptorvermittelten Endozytose sammeln sich die beladenen Rezeptoren in Clathrin-beschichteten Grübchen (coated pits), die sich als Vesikel abschnüren. Im sauren Milieu des Endosoms dissoziiert LDL vom Rezeptor; LDL wird ins Lysosom weitergeleitet, der Rezeptor meist zur Plasmamembran zurückgeführt (Recycling), daher ist Option D falsch. Die Abschnürung braucht Proteine wie Clathrin und Dynamin sowie GTP. Option C beschreibt Exozytose, und die großen LDL-Partikel können die Membran nicht durch Diffusion passieren.

Aufgabe 13

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Mittel

Welche Funktion ist typisch für Peroxisomen?

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Lösung: C

Peroxisomen bauen unter anderem sehr langkettige Fettsäuren durch β-Oxidation ab; die dabei beteiligten Oxidasen bilden H₂O₂, das die Katalase zu Wasser und Sauerstoff zerlegt. Eine ATP-liefernde Atmungskette besitzen nur Mitochondrien. Saure Hydrolasen sind das Kennzeichen der Lysosomen, die Glykosylierung sekretorischer Proteine erfolgt in ER und Golgi-Apparat, und Ca²⁺ für die Muskelkontraktion speichert das sarkoplasmatische Retikulum.

Aufgabe 14

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Mittel

Wo liegen die Komplexe der Atmungskette und die ATP-Synthase, und in welchen Raum pumpen die Atmungskettenkomplexe Protonen?

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Lösung: B

Atmungskette und ATP-Synthase sitzen in der stark gefalteten inneren Membran (Cristae). Die Komplexe pumpen Protonen aus der Matrix in den Intermembranraum; der so entstandene Gradient treibt die ATP-Synthase an, wenn die Protonen zurück in die Matrix strömen. Wer die Pumprichtung mit dem Rückstrom durch die ATP-Synthase verwechselt, wählt fälschlich die Matrix. Die äußere Membran ist durch Porine für kleine Moleküle durchlässig und kann keinen Gradienten halten.

Aufgabe 15

Biologie · Zellaufbau und Organellen · Schwer

Welche Zuordnung zu den Elementen des Zytoskeletts trifft zu?

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Lösung: D

Mikrotubuli (etwa 25 nm) bestehen aus α/β-Tubulin-Dimeren, sind polar und wachsen vor allem am Plus-Ende; Kinesine laufen meist zum Plus-, Dyneine zum Minus-Ende. Sie bilden auch das Axonem von Zilien, nicht die Aktinfilamente, die nur etwa 7 nm dick sind und die amöboide Bewegung tragen. Intermediärfilamente (etwa 10 nm) sind unpolar, dienen nicht als Motorschienen und bestehen je nach Zelltyp etwa aus Keratin; Keratin gehört also zu ihnen, nicht zu den Mikrotubuli.

Teil 2 von 7 · 15 Aufgaben

Biologie, Teil II: Humangenetik (Buselmaier 7.1 bis 7.9, S. 107-142)

Der zweite Bereich: Erbsubstanz und Aufbau der DNA, Replikation und Reparatur, genetischer Code und Aufbau von Genen, Transkription mit Prozessierung der mRNA, Genregulation und Translation (Abschnitte 7.1 bis 7.9). Nichts ab 7.10 (Kartierung und Klonierung), keine Mendel-Genetik und keine Chromosomenstörungen: Das liegt außerhalb der Seiten, die die SFU vorgibt.

Aufgabe 16

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Mittel

In einem klassischen Experiment werden Bakteriophagen einmal mit radioaktivem Schwefel (35S) und einmal mit radioaktivem Phosphor (32P) markiert und dann mit Bakterien zusammengebracht. Nach kurzer Zeit werden die Phagenhüllen abgeschüttelt und abzentrifugiert. Welches Ergebnis zeigt, dass die DNA und nicht das Protein die Erbinformation trägt?

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Lösung: C

Schwefel kommt in Proteinen (Cystein, Methionin) vor, aber nicht in DNA; Phosphor dagegen im Zucker-Phosphat-Rückgrat der DNA. Da nur das 32P-markierte Material in die Bakterien gelangt und an die Nachkommen weitergegeben wird, während das 35S-markierte Protein mit den Hüllen draußen bleibt, ist die DNA der Träger der Erbinformation. Die umgekehrte Verteilung (Option A) hätte für Protein gesprochen, eine gleichmäßige Verteilung hätte gar nichts unterschieden.

Aufgabe 17

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Leicht

Eine doppelsträngige DNA enthält 22 % Adenin (bezogen auf alle Basen). Wie hoch ist ihr Anteil an Cytosin?

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Lösung: B

Im Doppelstrang paart Adenin mit Thymin und Guanin mit Cytosin, also gilt A = T und G = C. A + T = 2 × 22 % = 44 %, für G + C bleiben 56 %, davon die Hälfte Cytosin: 28 %. 56 % ist der Anteil von G und C zusammen, 44 % der von A und T zusammen.

Aufgabe 18

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Mittel

Welche Aussage über den Aufbau der DNA-Doppelhelix trifft zu?

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Lösung: E

Die zwei komplementären Stränge der Doppelhelix sind antiparallel angeordnet. Die Basenpaare liegen innen, das Zucker-Phosphat-Rückgrat außen; G-C-Paare haben drei, A-T-Paare zwei Wasserstoffbrücken (nicht umgekehrt). Die Phosphodiesterbindung verbindet das 3'-C-Atom mit dem 5'-C-Atom, und der Zucker ist 2'-Desoxyribose: Die 2'-OH-Gruppe ist gerade das Kennzeichen der RNA.

Aufgabe 19

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Schwer

Bakterien werden über viele Generationen in einem Medium mit schwerem Stickstoff (15N) gezüchtet, sodass ihre gesamte DNA 15N enthält. Dann werden sie in ein Medium mit leichtem Stickstoff (14N) überführt und teilen sich genau zweimal. Welche DNA-Zusammensetzung erwarten Sie bei semikonservativer Replikation?

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Lösung: A

Nach der ersten Teilung besteht jeder Doppelstrang aus einem alten 15N- und einem neuen 14N-Strang, also 100 % Hybrid-DNA. In der zweiten Runde dient jeder dieser Stränge wieder als Matrize: Aus jedem Hybridmolekül entstehen ein Hybrid- und ein rein leichtes Molekül, insgesamt also 50 % hybrid und 50 % leicht. 100 % Hybrid gilt nur nach einer Teilung; 50 % schwer und 50 % leicht wäre das Ergebnis konservativer Replikation, und schwere DNA kann bei semikonservativer Replikation nach dem Wechsel gar nicht mehr entstehen.

Aufgabe 20

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Leicht

Welche Zuordnung eines Enzyms zu seiner Aufgabe bei der DNA-Replikation ist richtig?

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Lösung: D

DNA-Polymerasen können keinen Strang neu beginnen, sondern brauchen ein freies 3'-OH-Ende; dieses liefert der RNA-Primer der Primase. Die Helikase entwindet die Doppelhelix, die Ligase schließt die Lücken zwischen den Okazaki-Fragmenten, und die Topoisomerase baut die Verdrillungsspannung vor der Replikationsgabel ab. Neue DNA wird stets in 5'→3'-Richtung synthetisiert, weshalb der Folgestrang diskontinuierlich entsteht.

Aufgabe 21

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Mittel

UV-Licht erzeugt in der DNA Thymin-Dimere, die die Doppelhelix verzerren. Welches Reparatursystem entfernt diese Schäden beim Menschen, und welche Erkrankung entsteht bei seinem erblichen Ausfall?

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Lösung: D

Thymin-Dimere werden beim Menschen durch die Nukleotidexzisionsreparatur entfernt: Ein Stück des geschädigten Strangs wird herausgeschnitten und anhand des Gegenstrangs neu synthetisiert. Fällt sie erblich aus, entsteht Xeroderma pigmentosum mit extremer Lichtempfindlichkeit und frühem Hautkrebs. Eine Photolyase besitzen Bakterien und viele andere Organismen, der Mensch nicht; die Basenexzision repariert einzelne veränderte Basen, und ein Defekt der Mismatch-Reparatur führt zum Lynch-Syndrom.

Aufgabe 22

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Leicht

Der genetische Code wird als degeneriert bezeichnet. Was ist damit gemeint?

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Lösung: E

Für 20 Aminosäuren stehen 61 sinntragende Codons zur Verfügung, daher werden die meisten Aminosäuren durch mehrere Codons verschlüsselt (Degeneration oder Redundanz). Umgekehrt ist der Code eindeutig: Ein Codon steht immer für dieselbe Aminosäure. Außerdem ist er nicht überlappend, kommafrei und nahezu universell, was die übrigen Optionen ausschließt.

Aufgabe 23

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Schwer

Das Anticodon einer tRNA lautet 5'-GCA-3'. Mit welchem mRNA-Codon paart es bei streng komplementärer Basenpaarung (ohne Wobble)?

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Lösung: A

Codon und Anticodon paaren antiparallel: Dem 5'-G des Anticodons liegt das 3'-Ende des Codons gegenüber. Komplementär zu 5'-GCA-3' ist 3'-CGU-5', in 5'→3'-Richtung geschrieben also 5'-UGC-3'. 5'-CGU-3' entsteht, wenn man die Antiparallelität vergisst; 5'-TGC-3' enthält Thymin, das in RNA nicht vorkommt.

Aufgabe 24

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Schwer

Welche Aussage über den Aufbau eines typischen eukaryotischen proteincodierenden Gens trifft zu?

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Lösung: B

Exons sind die Abschnitte, die in der reifen mRNA erhalten bleiben; dazu gehören neben der codierenden Sequenz auch die untranslatierten Bereiche am 5'- und 3'-Ende, weshalb das Startcodon nicht am Transkriptionsstart liegt. Introns werden sehr wohl transkribiert und erst beim Spleißen entfernt. Der Promotor ist eine Bindungsstelle für die Transkriptionsmaschinerie vor dem Transkriptionsstart und wird nicht abgelesen; Operons sind typisch für Prokaryoten.

Aufgabe 25

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Leicht

Ein Abschnitt des codogenen Strangs (Matrizenstrang) lautet 3'-TACGGA-5'. Welche RNA wird von ihm transkribiert?

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Lösung: C

Die RNA-Polymerase liest die Matrize in 3'→5'-Richtung und baut die RNA komplementär und antiparallel in 5'→3'-Richtung auf, mit Uracil statt Thymin: 3'-TACGGA-5' ergibt 5'-AUGCCU-3'. 5'-ATGCCT-3' ist der entsprechende DNA-Strang (mit Thymin), 5'-UACGGA-3' kopiert die Matrize statt sie komplementär abzulesen, und 5'-UCCGUA-3' ist die richtige Sequenz in falscher Leserichtung.

Aufgabe 26

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Mittel

Welche Aussage über die Prozessierung der eukaryotischen prä-mRNA trifft zu?

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Lösung: A

Die 5'-Kappe ist ein 7-Methylguanosin, das ungewöhnlich über eine 5'-5'-Triphosphatbindung angehängt wird; sie schützt die mRNA und hilft beim Translationsstart. Der Poly(A)-Schwanz am 3'-Ende wird von der Poly(A)-Polymerase ohne Matrize angefügt, er ist also nicht in der DNA codiert. Gespleißt wird im Zellkern durch das Spleißosom (snRNPs), nicht durch die RNA-Polymerase und nicht im Zytoplasma.

Aufgabe 27

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Schwer

Ein Gen besteht aus fünf Exons. Exon 1 und Exon 5 sind in jeder reifen mRNA enthalten, die Exons 2, 3 und 4 können durch alternatives Spleißen jeweils unabhängig voneinander eingeschlossen oder übersprungen werden; die Reihenfolge der Exons bleibt immer erhalten. Wie viele verschiedene reife mRNAs können entstehen?

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Lösung: D

Für jedes der drei variablen Exons gibt es zwei Möglichkeiten (enthalten oder nicht), unabhängig voneinander: 2 × 2 × 2 = 8 Varianten, von 1-5 (alle drei übersprungen) bis 1-2-3-4-5. 3 zählt nur die variablen Exons, 6 wäre 2 × 3 und berücksichtigt die Unabhängigkeit nicht. Alternatives Spleißen erklärt so, wie aus einem Gen mehrere Proteine entstehen können.

Aufgabe 28

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Mittel

Leberzellen und Nervenzellen eines Menschen bilden sehr unterschiedliche Proteine. Welche Aussage zur Regulation der Genaktivität bei Eukaryoten trifft zu?

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Lösung: B

Enhancer sind regulatorische DNA-Sequenzen, an die aktivierende Transkriptionsfaktoren binden; durch Schleifenbildung der DNA wirken sie auch über große Distanzen und in beiden Orientierungen auf den Promotor. Fast alle Körperzellen tragen dasselbe Genom: Ihre Unterschiede beruhen auf differenzieller Genaktivität, nicht auf Genverlust. CpG-Methylierung im Promotor schaltet Gene eher ab, Histon-Acetylierung lockert das Chromatin und begünstigt die Transkription, und Transkriptionsfaktoren binden im Kern an DNA, nicht an mRNA.

Aufgabe 29

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Mittel

Der proteincodierende Bereich einer mRNA umfasst vom Startcodon bis einschließlich des Stoppcodons 903 Nukleotide. Aus wie vielen Aminosäuren besteht das primäre Translationsprodukt?

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Lösung: E

903 Nukleotide ergeben 903 : 3 = 301 Codons. Das Stoppcodon codiert keine Aminosäure, sondern wird von einem Release-Faktor erkannt, also entstehen 300 Aminosäuren, das Methionin des Startcodons eingeschlossen. 301 zählt das Stoppcodon fälschlich mit, 299 zieht zusätzlich das Startcodon ab, obwohl es Methionin einbaut.

Aufgabe 30

Biologie · Erbsubstanz und Proteinbiosynthese · Mittel

Welche Aussage über die Translation an den Ribosomen einer menschlichen Zelle trifft zu?

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Lösung: C

Bei der Initiation sitzt die Initiator-tRNA mit Methionin am Startcodon in der P-Stelle; jede weitere beladene tRNA tritt in die A-Stelle ein. Die Peptidyltransferase-Aktivität liegt in der rRNA der großen Untereinheit (das Ribosom ist ein Ribozym), das Ribosom liest die mRNA in 5'→3'-Richtung, und Stoppcodons werden von Release-Faktoren, also Proteinen, erkannt. Eukaryotische Ribosomen im Zytoplasma sind 80S (60S + 40S); 70S-Ribosomen haben Bakterien sowie Mitochondrien.

Teil 3 von 7 · 5 Aufgaben

Kognitiver Test: Merkfähigkeit

Die SFU nennt Merkfähigkeit als ersten von fünf Bereichen und sagt nichts Näheres zu den Aufgaben. Hier: ein Medikamentenplan mit zehn erfundenen Präparaten. Lerne ihn genau drei Minuten, decke ihn ab und beantworte die fünf Fragen, ohne noch einmal nachzusehen.

Aufgabe 31

Kognitiver Fähigkeitstest · Merkfähigkeit · Leicht

Welche Dosis ist für Ferotan vorgesehen?

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Lösung: C

Ferotan steht mit 250 mg um 12:00 Uhr im Plan, es ist die höchste Dosis der Liste, vor Nefralin mit 100 mg. 50 mg gehört zu Pulmetrin, 25 mg ist eine typische Verwechslung durch eine verlorene Null. Beim Einprägen hilft es, ungewöhnliche Werte wie die einzige Dosis über 100 mg bewusst zu markieren.

Aufgabe 32

Kognitiver Fähigkeitstest · Merkfähigkeit · Mittel

Welches Medikament wird um 16:30 Uhr eingenommen?

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Lösung: E

Um 16:30 Uhr ist Pulmetrin (50 mg) vorgesehen. Hepradin folgt erst um 18:00 Uhr und liegt zeitlich am nächsten, deshalb ist es die häufigste Verwechslung. Ortivan (10:45 Uhr) und Dermaxol (08:30 Uhr) haben ebenfalls Minutenangaben, gehören aber zum Vormittag.

Aufgabe 33

Kognitiver Fähigkeitstest · Merkfähigkeit · Mittel

Welche beiden Medikamente werden zur selben Uhrzeit eingenommen?

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Lösung: A

Calmorin und Nefralin werden beide um 07:00 Uhr eingenommen; es ist die einzige doppelt belegte Uhrzeit im Plan. Lunovir (22:00 Uhr) und Savenol (21:00 Uhr) liegen nur eine Stunde auseinander, ebenso Ferotan und Glyvesta mit gut einer Stunde Abstand. Wer sich beim Lernen nach Tageszeiten gruppiert, erkennt solche Paare sofort.

Aufgabe 34

Kognitiver Fähigkeitstest · Merkfähigkeit · Schwer

Wie viele der zehn Medikamente werden später als 18:00 Uhr eingenommen?

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Lösung: B

Später als 18:00 Uhr liegen nur Savenol (21:00 Uhr) und Lunovir (22:00 Uhr), also 2 Medikamente. Hepradin wird genau um 18:00 Uhr eingenommen und zählt nicht, weil die Frage „später als“ verlangt; wer es mitzählt, kommt auf 3. Die Frage prüft, ob Sie die Uhrzeiten als geordnete Reihe und nicht nur einzeln behalten haben.

Aufgabe 35

Kognitiver Fähigkeitstest · Merkfähigkeit · Leicht

Welches Medikament hat die niedrigste Dosis?

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Lösung: D

Savenol hat mit 0,5 mg die niedrigste Dosis. Lunovir mit 2,5 mg ist die zweitniedrigste und die naheliegende Falle, weil beide Dosen eine Kommastelle haben. Dermaxol (5 mg) und Glyvesta (10 mg) sind zwar niedrig, aber deutlich höher.

Teil 4 von 7 · 6 Aufgaben

Kognitiver Test: logische Denkfähigkeit

Sechs Aufgaben zum schlussfolgernden Denken: Syllogismen, Wenn-dann-Aussagen, Zahlen- und Buchstabenfolgen und ein kleines Anordnungsrätsel. Etwa eine Minute pro Aufgabe.

Aufgabe 36

Kognitiver Fähigkeitstest · Logische Denkfähigkeit · Leicht

Es gelten folgende Aussagen: Alle Kardiologen der Klinik sind Internisten. Kein Internist der Klinik arbeitet in der Notaufnahme. Dr. Moser ist Kardiologe der Klinik. Welche Schlussfolgerung ist zwingend richtig?

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Lösung: D

Verketten Sie die Aussagen: Dr. Moser ist Kardiologe, also Internist der Klinik, und kein Internist der Klinik arbeitet in der Notaufnahme. Daraus folgt zwingend, dass Dr. Moser nicht in der Notaufnahme arbeitet. „Alle Internisten sind Kardiologen“ kehrt die erste Aussage unzulässig um, und „Dr. Moser ist kein Internist“ widerspricht ihr sogar.

Aufgabe 37

Kognitiver Fähigkeitstest · Logische Denkfähigkeit · Mittel

Welche Zahl setzt die Reihe fort? 5, 6, 9, 14, 21, 30, ?

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Lösung: B

Die Differenzen zwischen den Gliedern sind 1, 3, 5, 7, 9, also die ungeraden Zahlen der Reihe nach. Die nächste Differenz ist 11, und 30 + 11 = 41. Wer die letzte Differenz 9 wiederholt, kommt auf 39.

Aufgabe 38

Kognitiver Fähigkeitstest · Logische Denkfähigkeit · Schwer

Welcher Buchstabe setzt die Reihe fort? Z, W, S, N, H, ?

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Lösung: E

Übersetzen Sie die Buchstaben in ihre Stellen im Alphabet: 26, 23, 19, 14, 8. Die Reihe fällt um 3, 4, 5 und 6, der nächste Schritt ist also 7: 8 - 7 = 1, das ist A. Wer den letzten Schritt 6 wiederholt, landet bei B (Stelle 2).

Aufgabe 39

Kognitiver Fähigkeitstest · Logische Denkfähigkeit · Schwer

Fünf Laborproben P, Q, R, S und T liegen in einem Kühlschrank mit fünf übereinanderliegenden Fächern, Fach 1 ganz oben und Fach 5 ganz unten, je eine Probe pro Fach. Es gilt: P liegt weder in Fach 1 noch in Fach 5. Q liegt weiter oben als R. R liegt direkt über S. T liegt direkt unter P. In welchem Fach liegt Q?

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Lösung: A

R und S sowie P und T bilden je einen festen Zweierblock, Q steht allein. Der Block P/T kann nicht oben beginnen, weil P sonst in Fach 1 läge, und Q muss über R liegen; damit bleiben nur die Reihenfolgen Q, R, S, P, T und Q, P, T, R, S. In beiden liegt Q in Fach 1. P kann je nach Lösung in Fach 2 oder 4 liegen, deshalb ist nur die Lage von Q sicher.

Aufgabe 40

Kognitiver Fähigkeitstest · Logische Denkfähigkeit · Mittel

In einer Klinik gilt die Regel: Wenn eine Patientin oder ein Patient Fieber über 38,5 °C hat, wird ein Blutbild angefordert. Welche Schlussfolgerung ist zwingend richtig?

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Lösung: C

Aus „wenn Fieber, dann Blutbild“ folgt zwingend die Umkehrung mit Verneinung: Wurde kein Blutbild angefordert, kann kein Fieber über 38,5 °C vorgelegen haben. Der Schluss bei Herrn A ist ein Fehlschluss, denn ein Blutbild kann auch aus anderen Gründen angefordert werden. Aus demselben Grund folgt nichts für Frau B und Frau D: Die Regel sagt nur, was bei hohem Fieber geschieht, nicht, was ohne es geschieht.

Aufgabe 41

Kognitiver Fähigkeitstest · Logische Denkfähigkeit · Mittel

Es gelten folgende Aussagen: Einige Studierende des Kurses sprechen Italienisch. Alle, die Italienisch sprechen, haben das Sprachzertifikat. Niemand, der das Sprachzertifikat hat, ist im ersten Semester. Welche Schlussfolgerung ist zwingend richtig?

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Lösung: E

Die Studierenden des Kurses, die Italienisch sprechen, haben das Sprachzertifikat und sind daher nicht im ersten Semester; es gibt also einige im Kurs, die nicht im ersten Semester sind. Über die übrigen Studierenden sagen die Aussagen nichts, deshalb folgt weder „kein Studierender“ noch „alle haben das Zertifikat“. „Einige im ersten Semester sprechen Italienisch“ ist sogar ausgeschlossen, und die zweite Option kehrt eine Aussage unzulässig um.

Teil 5 von 7 · 6 Aufgaben

Kognitiver Test: visuell-räumliche Wahrnehmungsfähigkeit

An den Computern der SFU wären das Abbildungen; hier sind sie als kleine Raster und Beschreibungen ausgeschrieben: Drehungen, Spiegelbilder, ein Würfelnetz, ein Würfelstapel, eine Wegbeschreibung und ein gefaltetes Blatt. Mitskizzieren ist erlaubt und hilft.

Aufgabe 42

Kognitiver Fähigkeitstest · Visuell-räumliche Wahrnehmung · Leicht

Ein 3 × 3-Raster, zeilenweise von oben nach unten: Zeile 1: X X O / Zeile 2: X O O / Zeile 3: X O X. Das Raster wird um 90° im Uhrzeigersinn gedreht. Wie sieht es danach aus?

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Lösung: C

Bei einer Drehung im Uhrzeigersinn wird die linke Spalte, von unten nach oben gelesen, zur neuen obersten Zeile: X, X, X. Die mittlere Spalte von unten nach oben (O, O, X) wird Zeile 2, die rechte Spalte (X, O, O) wird Zeile 3. Die erste Option ist die Drehung gegen den Uhrzeigersinn, die zweite die Spiegelung an der Diagonale (Spalten nur von oben nach unten gelesen), die vierte eine halbe Drehung um 180°.

Aufgabe 43

Kognitiver Fähigkeitstest · Visuell-räumliche Wahrnehmung · Leicht

Ein Buchstabenraster, zeilenweise von oben nach unten: Zeile 1: P R T / Zeile 2: L M N / Zeile 3: S V W. Rechts neben dem Raster steht ein senkrechter Spiegel. Wie ist das Spiegelbild angeordnet? (Es zählt nur die Lage der Buchstaben, nicht ihre gespiegelte Form.)

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Lösung: A

Ein senkrechter Spiegel vertauscht links und rechts, oben und unten bleiben gleich: Jede Zeile wird also rückwärts gelesen, die Reihenfolge der Zeilen bleibt. Die zweite Option ist die Spiegelung an einem waagrechten Spiegel, die dritte eine Drehung um 180° (beide Spiegelungen zugleich). In der vierten wurde die mittlere Zeile vergessen, die fünfte vertauscht Zeilen und Spalten.

Aufgabe 44

Kognitiver Fähigkeitstest · Visuell-räumliche Wahrnehmung · Mittel

Ein Würfelnetz aus sechs gleich großen Quadraten bildet ein Kreuz. In der obersten Reihe liegt nur Quadrat 1 (in der Mitte). Darunter liegen nebeneinander 2, 3 und 4, wobei 3 genau unter 1 liegt. Unter 3 liegt 5, unter 5 liegt 6. Das Netz wird zu einem Würfel gefaltet. Welche Flächen liegen sich gegenüber?

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Lösung: E

Legen Sie 3 als Boden hin: 1, 2, 4 und 5 klappen als Seitenwände hoch, 6 klappt an 5 hängend als Deckel über 3. Damit liegt 6 gegenüber 3, die beiden Arme 2 und 4 stehen sich gegenüber, und 1 und 5 sitzen auf gegenüberliegenden Seiten von 3. Faustregel: In einer geraden Reihe von Quadraten liegen jeweils das erste und das dritte einander gegenüber (1 und 5, 3 und 6, 2 und 4); benachbarte Quadrate wie 1 und 3 oder 5 und 6 können nie gegenüberliegen.

Aufgabe 45

Kognitiver Fähigkeitstest · Visuell-räumliche Wahrnehmung · Mittel

In einer Zimmerecke steht ein Stapel aus gleich großen Würfeln. Die unterste Schicht ist ein lückenloses Quadrat aus 3 × 3 Würfeln. Darauf liegt, bündig in der Ecke, ein Quadrat aus 2 × 2 Würfeln, und auf diesem, ebenfalls in der Ecke, ein einzelner Würfel. Wie viele Würfel muss man noch hinzufügen, damit ein vollständiger Würfel aus 3 × 3 × 3 kleinen Würfeln entsteht?

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Lösung: B

Der Stapel enthält 9 + 4 + 1 = 14 Würfel, der vollständige Block 3 × 3 × 3 = 27. Es fehlen also 27 − 14 = 13. Die 14 ist die Zahl der vorhandenen Würfel, nicht der fehlenden; 18 erhält, wer nur die unterste Schicht zählt (27 − 9).

Aufgabe 46

Kognitiver Fähigkeitstest · Visuell-räumliche Wahrnehmung · Mittel

Sie stehen an einer Kreuzung und blicken nach Norden. Sie gehen 3 Häuserblocks geradeaus, biegen rechts ab und gehen 2 Blocks, biegen wieder rechts ab und gehen 1 Block, biegen dann links ab und gehen 4 Blocks. In welche Richtung blicken Sie jetzt, und wo stehen Sie im Vergleich zum Ausgangspunkt?

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Lösung: D

Verfolgen Sie Richtung und Position Schritt für Schritt: 3 nach Norden; rechts ist nun Osten, 2 nach Osten; noch einmal rechts ist Süden, 1 nach Süden (2 Blocks nördlich bleiben); links von Süden ist Osten, 4 nach Osten, zusammen 6. Sie blicken also nach Osten und stehen 6 Blocks östlich, 2 Blocks nördlich. Wer die zweite Rechtsdrehung als Linksdrehung liest, landet bei der Option mit Blick nach Westen; die dritte Option vertauscht Ost- und Nordabstand.

Aufgabe 47

Kognitiver Fähigkeitstest · Visuell-räumliche Wahrnehmung · Schwer

Ein quadratisches Blatt liegt vor Ihnen. Sie falten zuerst die linke Hälfte auf die rechte, dann die untere Hälfte auf die obere. Das gefaltete Päckchen ist nun ein Viertel so groß und liegt dort, wo vorher das rechte obere Viertel war. Dicht an der linken oberen Ecke dieses Päckchens stanzen Sie ein Loch durch alle Lagen. Wo liegen die Löcher, wenn Sie das Blatt wieder ganz aufklappen?

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Lösung: A

Die linke obere Ecke des Päckchens ist die Mitte der oberen Kante des Blatts, denn dort treffen sich die senkrechte Faltlinie und die Oberkante. Aufklappen der zweiten Faltung spiegelt das Loch an der waagrechten Mittellinie nach unten (nahe der Mitte der Unterkante), Aufklappen der ersten spiegelt beide Löcher an der senkrechten Mittellinie nach links. So entstehen vier Löcher, je zwei links und rechts der Mitte von Ober- und Unterkante. Löcher an den Ecken gäbe es nur beim Stanzen an der rechten oberen Ecke des Päckchens, Löcher um den Mittelpunkt nur an der linken unteren; zwei Löcher übersehen, dass vier Lagen durchstanzt werden.

Teil 6 von 7 · 6 Aufgaben

Kognitiver Test: rechnerisches Grundverständnis

Kopfrechnen ohne Taschenrechner in medizinischen Situationen: Prozente, Dreisatz, Dosis pro Kilogramm, Einheiten umrechnen, Mittelwerte und eine kleine Tabelle.

Aufgabe 48

Kognitiver Fähigkeitstest · Rechnerisches Grundverständnis · Mittel

Ein Kind wiegt 18 kg und soll dreimal täglich 15 mg eines Wirkstoffs pro kg Körpergewicht erhalten (die Angabe gilt pro Einzelgabe). Der Saft enthält 250 mg Wirkstoff in 5 ml. Wie viele Milliliter Saft sind eine Einzelgabe?

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Lösung: D

Eine Einzelgabe sind 18 × 15 mg = 270 mg. Der Saft enthält 250 : 5 = 50 mg pro ml, also braucht man 270 : 50 = 5,4 ml. 16,2 ml ist die Tagesmenge (dreimal 5,4 ml), nach der nicht gefragt ist; 54 ml entsteht, wenn man 270 mg durch 5 statt durch 50 teilt.

Aufgabe 49

Kognitiver Fähigkeitstest · Rechnerisches Grundverständnis · Schwer

Eine Ampulle enthält 500 µg eines Wirkstoffs in 2 ml Lösung. Verordnet sind 0,15 mg. Wie viele Milliliter ziehen Sie auf?

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Lösung: B

Rechnen Sie zuerst in dieselbe Einheit um: 0,15 mg = 150 µg. Die Lösung enthält 500 µg : 2 ml = 250 µg pro ml, also braucht man 150 : 250 = 0,6 ml. 0,3 ml erhält, wer übersieht, dass die 500 µg in 2 ml und nicht in 1 ml gelöst sind; 6 ml und 0,06 ml sind Fehler beim Umrechnen von mg in µg um den Faktor 10.

Aufgabe 50

Kognitiver Fähigkeitstest · Rechnerisches Grundverständnis · Leicht

An einer Studie nehmen 240 Personen teil. Bei 15 % tritt eine Nebenwirkung auf, und bei einem Drittel dieser Betroffenen ist sie schwer. Wie viele Personen haben eine schwere Nebenwirkung?

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Lösung: E

15 % von 240 sind 24 + 12 = 36 (10 % plus 5 %). Ein Drittel davon sind 36 : 3 = 12. Die 36 ist nur der erste Schritt, alle Betroffenen; 24 sind nur 10 % der Teilnehmenden.

Aufgabe 51

Kognitiver Fähigkeitstest · Rechnerisches Grundverständnis · Mittel

Eine Infusion von 900 ml soll gleichmäßig über 5 Stunden laufen. 20 Tropfen entsprechen 1 ml. Wie viele Tropfen pro Minute müssen eingestellt werden?

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Lösung: C

900 ml in 5 Stunden sind 180 ml pro Stunde, das sind 180 : 60 = 3 ml pro Minute. Bei 20 Tropfen pro ml ergibt das 3 × 20 = 60 Tropfen pro Minute. 180 ist die Laufrate in ml pro Stunde, nicht in Tropfen pro Minute; wer die Umrechnung von Stunden in Minuten vergisst, kommt auf viel zu große Werte.

Aufgabe 52

Kognitiver Fähigkeitstest · Rechnerisches Grundverständnis · Leicht

Der Mittelwert von vier Blutzuckermessungen beträgt 96 mg/dl. Nach einer fünften Messung liegt der Mittelwert aller fünf Werte bei 98 mg/dl. Welchen Wert hatte die fünfte Messung?

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Lösung: A

Rechnen Sie mit den Summen: Die vier Werte ergeben zusammen 4 × 96 = 384, die fünf Werte 5 × 98 = 490. Die fünfte Messung ist die Differenz, 490 − 384 = 106 mg/dl. 100 mg/dl erhält, wer den Anstieg von 2 einfach auf 98 aufschlägt; dass der neue Wert alle fünf Messungen um 2 anheben muss, verlangt aber 5 × 2 = 10 über dem alten Mittel von 96.

Aufgabe 53

Kognitiver Fähigkeitstest · Rechnerisches Grundverständnis · Schwer

Bettenbelegung an einem Morgen: Station A hat 24 Betten, davon 18 belegt; Station B 30 Betten, 27 belegt; Station C 16 Betten, 12 belegt; Station D 20 Betten, 15 belegt. Wie hoch ist die Belegung aller vier Stationen zusammen?

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Lösung: B

Zusammen gibt es 24 + 30 + 16 + 20 = 90 Betten, davon sind 18 + 27 + 12 + 15 = 72 belegt; 72 von 90 sind 8 von 10, also 80 %. 78,75 % ist der Durchschnitt der vier Stationsquoten (75, 90, 75 und 75 %), der die größere Station B zu wenig gewichtet. 72 % verwechselt die Zahl der belegten Betten mit einem Prozentwert.

Teil 7 von 7 · 6 Aufgaben

Kognitiver Test: Sprachverständnis

Ein kurzer Sachtext mit drei Fragen (Hauptaussage, Schlussfolgerung, was er nicht sagt), dann Wortbedeutung im Kontext, eine Analogie und ein Begriff, der nicht passt.

Aufgabe 54

Kognitiver Fähigkeitstest · Sprachverständnis · Mittel

Welche Aussage gibt den Hauptgedanken des Textes am besten wieder?

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Lösung: B

Der Text führt vom Placebo als Störgröße über die beiden Mechanismen und die Grenzen des Effekts bis zur Folge für die Aufklärung; nur die richtige Option fasst diesen ganzen Bogen zusammen. Dass Placebos Medikamente ersetzen, sagt der Text nicht, er betont im Gegenteil, dass sie die Ursache kaum beeinflussen. Der Noceboeffekt ist nur ein Teilaspekt, und das Verschweigen von Nebenwirkungen widerspricht der Forderung nach ehrlicher Aufklärung.

Aufgabe 55

Kognitiver Fähigkeitstest · Sprachverständnis · Schwer
Text anzeigen · Lesetext: Die Wirkung der Erwartung

Wer eine Tablette ohne Wirkstoff einnimmt und dennoch eine Besserung spürt, erlebt einen Placeboeffekt. Lange galt dieser Effekt in der Forschung vor allem als Störgröße: Um ein neues Medikament zu prüfen, vergleicht man es mit einem Scheinpräparat, und nur der Unterschied zwischen beiden Gruppen wird dem Wirkstoff zugeschrieben.

Inzwischen wird der Placeboeffekt selbst untersucht. Zwei Mechanismen stehen im Vordergrund. Der erste ist die Erwartung: Wer überzeugt ist, ein wirksames Mittel erhalten zu haben, nimmt Beschwerden oft schwächer wahr. Der zweite ist die Konditionierung: Hat der Körper mehrfach erlebt, dass auf eine bestimmte Tablette eine Linderung folgt, kann schon die Tablette allein eine ähnliche Reaktion auslösen.

Besonders deutlich zeigt sich der Effekt bei Beschwerden, die stark vom Erleben abhängen, etwa bei Schmerzen, Übelkeit oder Erschöpfung. Messwerte wie die Größe eines Tumors oder die Zahl der Bakterien bei einer Infektion verändern sich durch ein Scheinpräparat dagegen kaum. Ein Placebo kann also das Befinden verbessern, ohne die Ursache einer Krankheit zu beeinflussen.

Auch das Gegenteil ist möglich. Beim sogenannten Noceboeffekt führen negative Erwartungen zu Beschwerden: Wer im Beipackzettel von Kopfschmerzen als Nebenwirkung liest, berichtet häufiger davon, selbst wenn er nur ein Scheinpräparat bekommen hat.

Für die Praxis ergibt sich daraus eine Herausforderung. Ärztinnen und Ärzte müssen ehrlich über Risiken aufklären, sollten dabei aber bedenken, dass die Art der Aufklärung das Befinden mitbestimmt. Einige Studien deuten zudem darauf hin, dass Placebos selbst dann wirken können, wenn Patientinnen und Patienten wissen, dass sie keinen Wirkstoff erhalten. Wie stark und wie dauerhaft dieser Effekt ist, ist allerdings noch offen.

Welche Aussage lässt sich aus dem Text ableiten?

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Lösung: D

Der Text sagt, dass sich die Zahl der Bakterien durch ein Scheinpräparat kaum verändert, das Befinden aber besser werden kann; daraus folgt die richtige Aussage. Dass es ohne Erwartung keinen Placeboeffekt gibt, widerspricht dem Text, der die Konditionierung als zweiten, eigenen Mechanismus nennt. Übelkeit wird ausdrücklich als Beschwerde genannt, bei der der Effekt besonders deutlich ist, und über die Stärke neuer Medikamente im Vergleich sagt der Text nichts.

Aufgabe 56

Kognitiver Fähigkeitstest · Sprachverständnis · Mittel
Text anzeigen · Lesetext: Die Wirkung der Erwartung

Wer eine Tablette ohne Wirkstoff einnimmt und dennoch eine Besserung spürt, erlebt einen Placeboeffekt. Lange galt dieser Effekt in der Forschung vor allem als Störgröße: Um ein neues Medikament zu prüfen, vergleicht man es mit einem Scheinpräparat, und nur der Unterschied zwischen beiden Gruppen wird dem Wirkstoff zugeschrieben.

Inzwischen wird der Placeboeffekt selbst untersucht. Zwei Mechanismen stehen im Vordergrund. Der erste ist die Erwartung: Wer überzeugt ist, ein wirksames Mittel erhalten zu haben, nimmt Beschwerden oft schwächer wahr. Der zweite ist die Konditionierung: Hat der Körper mehrfach erlebt, dass auf eine bestimmte Tablette eine Linderung folgt, kann schon die Tablette allein eine ähnliche Reaktion auslösen.

Besonders deutlich zeigt sich der Effekt bei Beschwerden, die stark vom Erleben abhängen, etwa bei Schmerzen, Übelkeit oder Erschöpfung. Messwerte wie die Größe eines Tumors oder die Zahl der Bakterien bei einer Infektion verändern sich durch ein Scheinpräparat dagegen kaum. Ein Placebo kann also das Befinden verbessern, ohne die Ursache einer Krankheit zu beeinflussen.

Auch das Gegenteil ist möglich. Beim sogenannten Noceboeffekt führen negative Erwartungen zu Beschwerden: Wer im Beipackzettel von Kopfschmerzen als Nebenwirkung liest, berichtet häufiger davon, selbst wenn er nur ein Scheinpräparat bekommen hat.

Für die Praxis ergibt sich daraus eine Herausforderung. Ärztinnen und Ärzte müssen ehrlich über Risiken aufklären, sollten dabei aber bedenken, dass die Art der Aufklärung das Befinden mitbestimmt. Einige Studien deuten zudem darauf hin, dass Placebos selbst dann wirken können, wenn Patientinnen und Patienten wissen, dass sie keinen Wirkstoff erhalten. Wie stark und wie dauerhaft dieser Effekt ist, ist allerdings noch offen.

Welche der folgenden Aussagen steht NICHT im Text?

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Lösung: C

Der Text vergleicht nirgends Kinder und Erwachsene; diese Aussage mag plausibel klingen, ist aber nicht belegt. Die übrigen vier Aussagen geben jeweils einen Absatz sinngemäß wieder: den Studienvergleich (Absatz 1), die Konditionierung (Absatz 2), den Noceboeffekt (Absatz 4) und die offene Frage am Ende (Absatz 5). Bei dieser Aufgabenart prüfen Sie jede Option einzeln gegen den Text, statt nach dem Gefühl zu entscheiden.

Aufgabe 57

Kognitiver Fähigkeitstest · Sprachverständnis · Leicht

„Die Ergebnisse der Pilotstudie sind vorläufig und müssen in einer größeren Stichprobe erhärtet werden.“ Was bedeutet „erhärtet“ in diesem Satz?

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Lösung: A

Im übertragenen Sinn heißt „erhärten“ so viel wie bestätigen oder untermauern: Eine größere Stichprobe soll zeigen, dass die vorläufigen Ergebnisse halten. „Verhärtet“ greift die wörtliche Bedeutung (hart machen) auf, die hier keinen Sinn ergibt. „Widerlegt“ ist das Gegenteil, und „verschärft“ würde bedeuten, dass die Ergebnisse strenger oder deutlicher werden.

Aufgabe 58

Kognitiver Fähigkeitstest · Sprachverständnis · Leicht

Welches Wort ergänzt die Analogie sinnvoll? selten : häufig = chronisch : ?

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Lösung: E

„Selten“ und „häufig“ sind Gegensätze, also wird zu „chronisch“ (lange andauernd) der Gegensatz gesucht: „akut“ (plötzlich einsetzend, von kurzer Dauer). „Dauerhaft“ ist ein Synonym von chronisch und bildet daher die falsche Beziehung. „Heilbar“, „schwer“ und „ansteckend“ beschreiben andere Eigenschaften einer Krankheit, keine Gegensätze zur Dauer.

Aufgabe 59

Kognitiver Fähigkeitstest · Sprachverständnis · Schwer

Welches Wort passt nicht zu den anderen? provisorisch, voreilig, vorläufig, einstweilig, vorübergehend

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Lösung: B

Vier Wörter bedeuten „nur für eine gewisse Zeit, nicht endgültig“: provisorisch, vorläufig, einstweilig und vorübergehend. „Voreilig“ bedeutet dagegen „zu schnell, ohne genügend Überlegung“ und beschreibt eine Handlungsweise, keine zeitliche Begrenzung. Die gemeinsame Vorsilbe „vor-“ bei voreilig, vorläufig und vorübergehend verleitet dazu, nur auf die Wortform zu achten.

Nach dem Test

Das Interview über Zoom: Was die SFU damit erfasst

Zum Online-Bewerbungsinterview mit dem psychologischen Testungsteam wird nur eingeladen, wer den kognitiven Fähigkeitstest positiv absolviert. Laut SFU werden dabei soziale und emotionale Fähigkeiten sowie die persönlichkeitsmäßige und motivationale Eignung erfasst, unter besonderer Berücksichtigung von Lebenslauf und Schullaufbahn; deine schriftlichen Unterlagen und Schulnoten fließen ein.

Hier gibt es nichts zu bewerten, deshalb hat diese Seite dazu keine Aufgaben. Was hilft, ist dein eigenes Material: Kenne deinen Europass-Lebenslauf und deine studienspezifische Aufgabenstellung (bis 2.000 Zeichen) so gut, dass du zu jeder Zeile etwas sagen kannst, und erkläre in eigenen Worten, warum Medizin und warum die SFU. Die SFU nennt Engagement, Selbstregulationsfähigkeit, Leistungsmotivation, Pflichtbewusstsein und Sorgfältigkeit unter den Persönlichkeitseigenschaften, die zählen.

Der nächste Schritt

SFU Medizin-Aufnahmetest

Der Leitfaden zum SFU Medizin-Aufnahmetest erklärt das ganze Verfahren: Termine an beiden Standorten, das Interview, die Kosten und wie die Reihung funktioniert.